Netzhaut OP – Pars-Plana-Vitrektomie

Was ist der Glaskörper?

Der Glaskörper füllt das Innere des Augapfels und damit den Hohlraum zwischen Augenlinse und Netzhaut aus. Er hat eine geleeartige Konsistenz und besteht vor allem aus Wasser und dünnen Fasern. Im Kinder- und Jugendalter ist der Glaskörper prallelastisch und liegt der Netzhaut mit leichtem Druck an. Im Erwachsenenalter verflüssigt sich der Glaskörper langsam und verliert seine pralle Struktur, er degeneriert und das Fasergerüst fällt teils in sich zusammen. Bei krankhaften Veränderungen kann der Glaskörper durch eine Operation (Vitrektomie) bedenkenlos entfernt und anderweitig ersetzt werden.

Wann muss der Glaskörper entfernt werden?

Es gibt krankhafte Eintrübungen im Glaskörper, die das Sehen beeinträchtigen, sodass eine operative Entfernung des Glaskörpers notwendig werden kann. Hierbei wird der Glaskörper durch Wasser ersetzt.

Zu den Ursachen für Eintrübungen gehören z.B. Netzhautveränderungen durch Diabetes oder Bluthochdruck, bei welchen es zu Einblutungen in den Glaskörper kommen kann.

Ebenfalls kann bei Netzhautablösungen eine Glaskörperentfernung notwendig werden, um die Netzhaut mit verschiedenen Techniken wieder zur Anlage zu bringen. Die Glaskörperentfernung wird als Vitrektomie bezeichnet.

Was geschieht bei der Operation?

Mithilfe einer Lichtquelle und eines Saug-Schneide-Gerätes wird der Glaskörper zerkleinert und abgesaugt. Im Anschluss werden, falls notwendig, Netzhautlöcher mittels Laser oder Kältesonde verschlossen. In einigen Fällen kann es notwendig sein, dass eine Membran auf der Netzhaut (Gliose) abgezogen werden muss (Membrane-Peeling).

Zum Schluss wird der Glaskörper durch Wasser ersetzt. Sollte es nach der Vitrektomie notwendig sein, Druck auf die Netzhaut auszuüben (z.B. im Falle einer Operation bei Netzhautablösung), so wird anstelle von Wasser, Gas oder Öl in das Auge eingegeben. Gas wird innerhalb einiger Wochen selbst resorbiert, Öl muss in einem zweiten Eingriff entfernt werden. Welche Art des Ersatzes des Glaskörpers bei einer OP notwendig ist, wird vor der Operation mit dem Patienten besprochen.

Welche Risiken gibt es bei der Netzhaut-OP?

Wie jedem operativen Eingriff ist auch eine Vitrektomie (oder pars-plana-Vitrektomie, PPV) nicht ohne Risiken. In der Folge der Operation kann sich z.B. ein Grauer Star entwickeln. Daher wird der Eingriff bei entsprechenden Anzeichen häufig mit einer Grauen Star-Operation kombiniert. Zudem kann sich der Augeninnendruck – meist vorübergehend –  durch den Eingriff erhöhen. Eine sehr ernst zu nehmende Komplikation ist die Entzündung des Auginneren.

Die Nachsorge nach einem Eingriff ist daher sehr wichtig, um Komplikationen frühzeitig zu erkennen und entsprechend reagieren zu können. Um unerwünschte Blutungen während der OP zu vermeiden, ist eine vorherige Abklärung bzgl. des Absetzens blutverdünnender Medikamente mit dem Operateur wichtig.

Insgesamt sind die Risiken der modernen Glaskörper- und Netzhautchirurgie verhältnismäßig gering. Bei Auftreten ungewöhnlicher Symptome sollten Sie umgehend Ihren Augenarzt aufsuchen.

Über das richtige Verhalten nach Ihrer OP klären wir Sie ausführlich auf. Generell raten wir Ihnen, sich nach einer Augenoperation nicht zu belasten.

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Netzhaut OP – Pars-Plana-Vitrektomie

Was ist der Glaskörper?

Der Glaskörper füllt das Innere des Augapfels und damit den Hohlraum zwischen Augenlinse und Netzhaut aus. Er hat eine geleeartige Konsistenz und besteht vor allem aus Wasser und dünnen Fasern. Im Kinder- und Jugendalter ist der Glaskörper prallelastisch und liegt der Netzhaut mit leichtem Druck an. Im Erwachsenenalter verflüssigt sich der Glaskörper langsam und verliert seine pralle Struktur, er degeneriert und das Fasergerüst fällt teils in sich zusammen. Bei krankhaften Veränderungen kann der Glaskörper durch eine Operation (Vitrektomie) bedenkenlos entfernt und anderweitig ersetzt werden.

Wann muss der Glaskörper entfernt werden?

Es gibt krankhafte Eintrübungen im Glaskörper, die das Sehen beeinträchtigen, sodass eine operative Entfernung des Glaskörpers notwendig werden kann. Hierbei wird der Glaskörper durch Wasser ersetzt.

Zu den Ursachen für Eintrübungen gehören z.B. Netzhautveränderungen durch Diabetes oder Bluthochdruck, bei welchen es zu Einblutungen in den Glaskörper kommen kann.

Ebenfalls kann bei Netzhautablösungen eine Glaskörperentfernung notwendig werden, um die Netzhaut mit verschiedenen Techniken wieder zur Anlage zu bringen. Die Glaskörperentfernung wird als Vitrektomie bezeichnet.

Was geschieht bei der Operation?

Mithilfe einer Lichtquelle und eines Saug-Schneide-Gerätes wird der Glaskörper zerkleinert und abgesaugt. Im Anschluss werden, falls notwendig, Netzhautlöcher mittels Laser oder Kältesonde verschlossen. In einigen Fällen kann es notwendig sein, dass eine Membran auf der Netzhaut (Gliose) abgezogen werden muss (Membrane-Peeling).

Zum Schluss wird der Glaskörper durch Wasser ersetzt. Sollte es nach der Vitrektomie notwendig sein, Druck auf die Netzhaut auszuüben (z.B. im Falle einer Operation bei Netzhautablösung), so wird anstelle von Wasser, Gas oder Öl in das Auge eingegeben. Gas wird innerhalb einiger Wochen selbst resorbiert, Öl muss in einem zweiten Eingriff entfernt werden. Welche Art des Ersatzes des Glaskörpers bei einer OP notwendig ist, wird vor der Operation mit dem Patienten besprochen.

Welche Risiken gibt es bei der Netzhaut-OP?

Wie jedem operativen Eingriff ist auch eine Vitrektomie (oder pars-plana-Vitrektomie, PPV) nicht ohne Risiken. In der Folge der Operation kann sich z.B. ein Grauer Star entwickeln. Daher wird der Eingriff bei entsprechenden Anzeichen häufig mit einer Grauen Star-Operation kombiniert. Zudem kann sich der Augeninnendruck – meist vorübergehend –  durch den Eingriff erhöhen. Eine sehr ernst zu nehmende Komplikation ist die Entzündung des Auginneren.

Die Nachsorge nach einem Eingriff ist daher sehr wichtig, um Komplikationen frühzeitig zu erkennen und entsprechend reagieren zu können. Um unerwünschte Blutungen während der OP zu vermeiden, ist eine vorherige Abklärung bzgl. des Absetzens blutverdünnender Medikamente mit dem Operateur wichtig.

Insgesamt sind die Risiken der modernen Glaskörper- und Netzhautchirurgie verhältnismäßig gering. Bei Auftreten ungewöhnlicher Symptome sollten Sie umgehend Ihren Augenarzt aufsuchen.

Über das richtige Verhalten nach Ihrer OP klären wir Sie ausführlich auf. Generell raten wir Ihnen, sich nach einer Augenoperation nicht zu belasten.

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