Retinopathie & Makulaödem bei Diabetes

Was ist eine diabetische Retinopathie bzw. ein diabetisches Makulaödem?

Der Diabetes mellitus ist in Deutschland die häufigste Stoffwechselerkrankung. Der zu hohe Blutzucker kann die Blutgefäße der Netzhaut dauerhaft schädigen und führt somit zu schwerwiegenden Augenveränderungen.

Tritt das Wasser aus den Gefäßen aus und sammelt sich im Bereich der Makula, ist von einem Makulaödem die Rede. Beim diabetischen Makulaödem (DMÖ) handelt es sich demnach, wie bei der feuchten AMD, um eine Flüssigkeitseinlagerung im Bereich der Makula (der Stelle des schärfsten Sehens). Genau wie bei der feuchten AMD kommt es hierbei durch die Wassereinlagerung zur Schädigung der Sehzellen im Bereich der Makula mit einer folgenden Verschlechterung der Sehschärfe bis zum Verlust der Lesefähigkeit. Unbehandelt kann eine diabetische Netzhauterkrankung bis zur Erblindung führen.

Symptome einer diabetischen Retinopathie bzw. eines DMÖ:
Zu Beginn der Krankheit wird meist keine Veränderung vom Patienten wahrgenommen, da die Sehfähigkeit im Anfangsstadium noch nicht beeinträchtigt wird. Die Netzhautschäden werden i.d.R. erst vom Patienten bemerkt, wenn die Einblutungen oder Flüssigkeitseinlagerungen im Bereich der Makula erfolgen. Die Sehkraft nimmt so spürbar ab. Bei folgenden Symptomen sollten sich Betroffene unverzüglich einem Augenarzt vorstellen, da sich die Krankheit dann bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befindet.

  • Rußregen
  • schwarze Flecken
  • Blitze
  • rasche Sehverschlechterung
  • Störung des Fabsehens
  • Schwierigkeiten beim Lesen – bis hin zum Verlust der Lesefähigkeit

Angesichts der anfangs kaum wahrzunehmenden Anzeichen, sind Vorsorge- und Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt für Diabetes-Patienten umso wichtiger.

Wie kann ich einen Einfluss auf die diabetische Netzhauterkrankung nehmen?
Diabetiker sollten neben regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt frühzeitig auf eine optimale Zuckereinstellung achten. Ist der Blutzucker gut eingestellt und ist auch der Blutdruck gut eingestellt, kann eine diabetische Netzhauterkrankung herausgezögert oder sogar verhindert werden.

Behandlungsmöglichkeiten

Sehschäden, die in Folge der diabetischen Retinopathie aufgetreten sind, lassen sich i.d.R. nicht wieder beheben. Das Ziel der Behandlung besteht darin, ein Fortschreiten der Krankheit und damit auch der Sehverschlechterung im besten Fall aufzuhalten oder zu verlangsamen. Durch eine Laserbehandlung oder eine Medikamentengabe ins Auge sollen weitere Schäden reduziert werden.

Durch die Laserstrahlen werden entweder undichte Blutgefäße verödet und weiterer Flüssigkeitsaustritt vermieden oder durch Verödung der Netzhaut der Sauerstoffbedarf dieser gesenkt, so dass es weniger zur Entwicklung neuer Blutgefäße kommt. Im fortgeschritten Stadium soll die Medikamenteninjektion die Gefäßneubildung sowie eine Anschwellung der Makula verhindern.

Darüber hinaus gibt es auch operative Behandlungsmöglichkeiten, wenn eine dichte Glaskörperblutung oder eine Netzhautablösung vorliegt. Hierbei wird der gesamte Glaskörper entfernt und ersetzt. In einigen Fällen kann sich durch eine dieser Behandlungen die Sehleistung sogar wieder etwas verbessern.

Welche Behandlung für den Patienten in Frage kommt, hängt vom Stadium der Krankheit ab und wird mit dem Patienten besprochen.

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Retinopathie & Makulaödem bei Diabetes

Was ist eine diabetische Retinopathie bzw. ein diabetisches Makulaödem?

Der Diabetes mellitus ist in Deutschland die häufigste Stoffwechselerkrankung. Der zu hohe Blutzucker kann die Blutgefäße der Netzhaut dauerhaft schädigen und führt somit zu schwerwiegenden Augenveränderungen.

Tritt das Wasser aus den Gefäßen aus und sammelt sich im Bereich der Makula, ist von einem Makulaödem die Rede. Beim diabetischen Makulaödem (DMÖ) handelt es sich demnach, wie bei der feuchten AMD, um eine Flüssigkeitseinlagerung im Bereich der Makula (der Stelle des schärfsten Sehens). Genau wie bei der feuchten AMD kommt es hierbei durch die Wassereinlagerung zur Schädigung der Sehzellen im Bereich der Makula mit einer folgenden Verschlechterung der Sehschärfe bis zum Verlust der Lesefähigkeit. Unbehandelt kann eine diabetische Netzhauterkrankung bis zur Erblindung führen.

Symptome einer diabetischen Retinopathie bzw. eines DMÖ:
Zu Beginn der Krankheit wird meist keine Veränderung vom Patienten wahrgenommen, da die Sehfähigkeit im Anfangsstadium noch nicht beeinträchtigt wird. Die Netzhautschäden werden i.d.R. erst vom Patienten bemerkt, wenn die Einblutungen oder Flüssigkeitseinlagerungen im Bereich der Makula erfolgen. Die Sehkraft nimmt so spürbar ab. Bei folgenden Symptomen sollten sich Betroffene unverzüglich einem Augenarzt vorstellen, da sich die Krankheit dann bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befindet.

  • Rußregen
  • schwarze Flecken
  • Blitze
  • rasche Sehverschlechterung
  • Störung des Fabsehens
  • Schwierigkeiten beim Lesen – bis hin zum Verlust der Lesefähigkeit

Angesichts der anfangs kaum wahrzunehmenden Anzeichen, sind Vorsorge- und Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt für Diabetes-Patienten umso wichtiger.

Wie kann ich einen Einfluss auf die diabetische Netzhauterkrankung nehmen?
Diabetiker sollten neben regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt frühzeitig auf eine optimale Zuckereinstellung achten. Ist der Blutzucker gut eingestellt und ist auch der Blutdruck gut eingestellt, kann eine diabetische Netzhauterkrankung herausgezögert oder sogar verhindert werden.

Behandlungsmöglichkeiten

Sehschäden, die in Folge der diabetischen Retinopathie aufgetreten sind, lassen sich i.d.R. nicht wieder beheben. Das Ziel der Behandlung besteht darin, ein Fortschreiten der Krankheit und damit auch der Sehverschlechterung im besten Fall aufzuhalten oder zu verlangsamen. Durch eine Laserbehandlung oder eine Medikamentengabe ins Auge sollen weitere Schäden reduziert werden.

Durch die Laserstrahlen werden entweder undichte Blutgefäße verödet und weiterer Flüssigkeitsaustritt vermieden oder durch Verödung der Netzhaut der Sauerstoffbedarf dieser gesenkt, so dass es weniger zur Entwicklung neuer Blutgefäße kommt. Im fortgeschritten Stadium soll die Medikamenteninjektion die Gefäßneubildung sowie eine Anschwellung der Makula verhindern.

Darüber hinaus gibt es auch operative Behandlungsmöglichkeiten, wenn eine dichte Glaskörperblutung oder eine Netzhautablösung vorliegt. Hierbei wird der gesamte Glaskörper entfernt und ersetzt. In einigen Fällen kann sich durch eine dieser Behandlungen die Sehleistung sogar wieder etwas verbessern.

Welche Behandlung für den Patienten in Frage kommt, hängt vom Stadium der Krankheit ab und wird mit dem Patienten besprochen.

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