Das Auge – ein Wunderwerk

Informationen rund ums Auge

Etwa 85% aller Umwelteindrücke werden mit den Augen wahrgenommen. Daher zählt das Auge zum wichtigsten und empfindlichsten Sinnesorgan des menschlichen Körpers.

Durch einen komplizierten Verarbeitungsprozess und das Zusammenspiel von Gehirn und Augen kann die Außenwelt bildlich dargestellt werden.

Die Augen liegen in einem Fettpolster eingebettet in den knöchernen Augenhöhlen des Schädels. Damit sind sie geschützt und weniger verletzungsgefährdet. Sie werden durch je sechs Muskeln gehalten, die zudem für die Bewegung des Augapfels notwendig sind. Die Gesundheit der Augen ist für einen funktionierenden Sehvorgang grundlegend.

  • Die Augenlider

Die Augenlider bestehen aus Muskeln und Bindegewebe. In einem Intervall von ca. drei bis vier Sekunden schließen sich die Augenlider für einen kurzen Moment, um den Augapfel feucht zu halten. Durch den Augenlidreflex wird das Lid zudem automatisch geschlossen sobald ein Fremdkörper auf die Wimpern gelangt. Dadurch wird das Augeninnere z.B. vor Staub, Schmutzteilchen oder Schweiß geschützt.

Gelangt dennoch etwas ins Auge, so wird der Fremdkörper mit der Tränenflüssigkeit hinausgespült. Diese Tränenflüssigkeit wird in den Tränendrüsen produziert und über die Tränenwege abgeleitet. Zusammen wird dies als Tränenapparat bezeichnet.

Zur Befeuchtung des Augapfels durch den regelmäßigen Lidschluss ist eine Schleimhaut – die Bindehaut – notwendig. Die Bindehaut sorgt für eine permanente Befeuchtung der Hornhaut mit Tränenflüssigkeit.

  • Der Augapfel:

Der kugelförmige Augapfel ist der Hauptteil des Auges und hat in etwa die Größe eines Tischtennisballs. Er nimmt die Lichtstrahlen der Außenwelt zur Weiterverarbeitung auf. Das Innere des Augapfels besteht aus der Hornhaut, dem Glaskörper, der Regenbogenhaut (auch Iris genannt), der Pupille und der Augenlinse.

  • Die Hornhaut:

Der vordere sichtbare Teil des Augapfels ist die Hornhaut. Die Hornhaut hat zwei wesentliche Funktionen. Zum einen dient sie zum Schutz der Augen vor Fremdkörper und zum anderen sogt die Hornhaut durch ihre Wölbung für die optische Brechung der Lichtstrahlen. Bei ungleichmäßiger Wölbung bzw. einer Verkrümmung kann es zu einer Fehlsichtigkeit (auch Hornhautverkrümmung oder Astigmatismus genannt) kommen.

  • Der Glaskörper:

Der Glaskörper füllt das Augeninnere und ist damit für den Erhalt der rundlichen Form des Auges mitverantwortlich. Der Glaskörper besteht aus einer geleeartigen Flüssigkeit, welche von einer dünnen Membran umgrenzt wird.

Der Glaskörper grenzt vorne an die Augenlinse und hinten bzw. seitlich an die Netzhaut. Durch den leichten Innendruck, den der Glaskörper auf die Netzhaut ausübt, ist er unabdingbar damit es nicht zu einer Netzhautablösung kommt. Im Laufe des Lebens kann sich der Glaskörper zurückbilden, wodurch es zu Glaskörpertrübungen kommen kann.

Altersbedingte Trübungen sind i.d.R. harmlos. Eine Glaskörperveränderung, die z.B. durch Dehnung oder Zug einen Hohlraum im Augeninneren erzeugt, kann zu Einblutungen in diesem Bereich führen. Je nach Ausmaß reicht das Therapiespektrum von einer nicht behandlungsbedürftigen Diagnose bis hin zu einer operativen Glaskörperentfernung.

  • Die Regenbogenhaut (Iris):

Die Regenbogenhaut (auch Iris genannt) umgibt die Pupille und ist bei jedem Menschen individuell wie der Fingerabdruck. Durch die Muskulatur in der Regenbogenhaut kann die Pupille je nach Lichtverhältnissen vergrößert oder verkleinert werden. Die eingelagerten Pigmente in der Regenbogenhaut sorgen neben der individuellen Farbgebung zudem für die Abdichtung gegen einfallendes Licht.

Dadurch gelangen die Lichtstrahlen ausschließlich durch die Pupille ins Auge. Je nach Helligkeit reguliert die Regenbogenhaut die Pupillenweite, also die Öffnung und damit die Menge des Lichteinfalls.

  • Die Pupille:

Die Pupille wird von der Regenbogenhaut umgeben und ist der schwarze Punkt in der farbigen Augenmitte. Durch die Pupille werden die Lichtstrahlen aufgenommen. Bei starkem Lichteinfall ist die Pupille sehr klein. Im dunkeln weitet sich die Pupille, um möglichst viel Licht aufzunehmen.

  • Die Augenlinse:

Die elastische Augenlinse liegt hinter der Regenbogenhaut und vor dem Glaskörper. Sie ist in der Lage, einfallendes Licht zu bündeln sowie ihre Form und damit die Brechkraft zu verändern. Durch entsprechende Muskulatur der Linse, welche ebenfalls zur Befestigung dient, kann diese an weit entfernte Gegenstände sowie an eine kleine Schrift in der Nähe angepasst werden.

Diese elastische Fähigkeit (auch Akkomodation genannt) nimmt mit zunehmendem Alter ab, wodurch sich die Sehschärfe verschlechtert. Durch diese Alterssichtigkeit (auch Presbyopie genannt) wird oft eine Lesebrille erforderlich. Eine weitere, nicht seltene Alterserscheinung ist die Eintrübung der Augenlinse (Grauer Star). Der Graue Star (auch Katarakt genannt) erfordert einen Austausch der körpereigenen trüben Linse gegen eine klare Kunstlinse.

  • Die Netzhaut (Retina):

Die Netzhaut (auch Retina genannt) befindet sich am Augenhintergrund und besteht aus vielen Nervenzellen sowie aus sogenannten Fotorezeptoren. Das einfallende Licht wird von der Netzhaut aufgenommen und zu entsprechenden Informationen verarbeitet. Diese Informationen werden dann an den Sehnerv weitergeleitet.

  • Der Sehnerv:

Über den Sehnerv erfolgt die Weitergabe dieser Informationen zum Gehirn. Der Sehnerv besteht u.a. aus etwa einer Million Nervenfasern und führt von den Augen zum Gehirn, wo schließlich das Bild der Außenwelt erzeugt wird. Durch einen zu hohen Augeninnendruck kann der Sehnerv beim Grünen Star (Glaukom) irreversibel geschädigt werden, wodurch nicht mehr alle Informationen an das Gehirn weitergeleitet werden. Für Betroffene bedeutet dieser Informationsverlust ein Verlust des Sehvermögens.

  • Die Makula:

Die Makula (auch gelber Fleck genannt) ist die Stelle des schärfsten Sehens, da die Dichte der Fotorezeptoren und der Nervenzellen dort am höchsten ist. Die Makula lieg auf der Augenrückseite und ist der am weitesten entfernte Punkt von der Linse.

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Das Auge – ein Wunderwerk

Informationen rund ums Auge

Etwa 85% aller Umwelteindrücke werden mit den Augen wahrgenommen. Daher zählt das Auge zum wichtigsten und empfindlichsten Sinnesorgan des menschlichen Körpers.

Durch einen komplizierten Verarbeitungsprozess und das Zusammenspiel von Gehirn und Augen kann die Außenwelt bildlich dargestellt werden.

Die Augen liegen in einem Fettpolster eingebettet in den knöchernen Augenhöhlen des Schädels. Damit sind sie geschützt und weniger verletzungsgefährdet. Sie werden durch je sechs Muskeln gehalten, die zudem für die Bewegung des Augapfels notwendig sind. Die Gesundheit der Augen ist für einen funktionierenden Sehvorgang grundlegend.

  • Die Augenlider

Die Augenlider bestehen aus Muskeln und Bindegewebe. In einem Intervall von ca. drei bis vier Sekunden schließen sich die Augenlider für einen kurzen Moment, um den Augapfel feucht zu halten. Durch den Augenlidreflex wird das Lid zudem automatisch geschlossen sobald ein Fremdkörper auf die Wimpern gelangt. Dadurch wird das Augeninnere z.B. vor Staub, Schmutzteilchen oder Schweiß geschützt.

Gelangt dennoch etwas ins Auge, so wird der Fremdkörper mit der Tränenflüssigkeit hinausgespült. Diese Tränenflüssigkeit wird in den Tränendrüsen produziert und über die Tränenwege abgeleitet. Zusammen wird dies als Tränenapparat bezeichnet.

Zur Befeuchtung des Augapfels durch den regelmäßigen Lidschluss ist eine Schleimhaut – die Bindehaut – notwendig. Die Bindehaut sorgt für eine permanente Befeuchtung der Hornhaut mit Tränenflüssigkeit.

  • Der Augapfel:

Der kugelförmige Augapfel ist der Hauptteil des Auges und hat in etwa die Größe eines Tischtennisballs. Er nimmt die Lichtstrahlen der Außenwelt zur Weiterverarbeitung auf. Das Innere des Augapfels besteht aus der Hornhaut, dem Glaskörper, der Regenbogenhaut (auch Iris genannt), der Pupille und der Augenlinse.

  • Die Hornhaut:

Der vordere sichtbare Teil des Augapfels ist die Hornhaut. Die Hornhaut hat zwei wesentliche Funktionen. Zum einen dient sie zum Schutz der Augen vor Fremdkörper und zum anderen sogt die Hornhaut durch ihre Wölbung für die optische Brechung der Lichtstrahlen. Bei ungleichmäßiger Wölbung bzw. einer Verkrümmung kann es zu einer Fehlsichtigkeit (auch Hornhautverkrümmung oder Astigmatismus genannt) kommen.

  • Der Glaskörper:

Der Glaskörper füllt das Augeninnere und ist damit für den Erhalt der rundlichen Form des Auges mitverantwortlich. Der Glaskörper besteht aus einer geleeartigen Flüssigkeit, welche von einer dünnen Membran umgrenzt wird.

Der Glaskörper grenzt vorne an die Augenlinse und hinten bzw. seitlich an die Netzhaut. Durch den leichten Innendruck, den der Glaskörper auf die Netzhaut ausübt, ist er unabdingbar damit es nicht zu einer Netzhautablösung kommt. Im Laufe des Lebens kann sich der Glaskörper zurückbilden, wodurch es zu Glaskörpertrübungen kommen kann.

Altersbedingte Trübungen sind i.d.R. harmlos. Eine Glaskörperveränderung, die z.B. durch Dehnung oder Zug einen Hohlraum im Augeninneren erzeugt, kann zu Einblutungen in diesem Bereich führen. Je nach Ausmaß reicht das Therapiespektrum von einer nicht behandlungsbedürftigen Diagnose bis hin zu einer operativen Glaskörperentfernung.

  • Die Regenbogenhaut (Iris):

Die Regenbogenhaut (auch Iris genannt) umgibt die Pupille und ist bei jedem Menschen individuell wie der Fingerabdruck. Durch die Muskulatur in der Regenbogenhaut kann die Pupille je nach Lichtverhältnissen vergrößert oder verkleinert werden. Die eingelagerten Pigmente in der Regenbogenhaut sorgen neben der individuellen Farbgebung zudem für die Abdichtung gegen einfallendes Licht.

Dadurch gelangen die Lichtstrahlen ausschließlich durch die Pupille ins Auge. Je nach Helligkeit reguliert die Regenbogenhaut die Pupillenweite, also die Öffnung und damit die Menge des Lichteinfalls.

  • Die Pupille:

Die Pupille wird von der Regenbogenhaut umgeben und ist der schwarze Punkt in der farbigen Augenmitte. Durch die Pupille werden die Lichtstrahlen aufgenommen. Bei starkem Lichteinfall ist die Pupille sehr klein. Im dunkeln weitet sich die Pupille, um möglichst viel Licht aufzunehmen.

  • Die Augenlinse:

Die elastische Augenlinse liegt hinter der Regenbogenhaut und vor dem Glaskörper. Sie ist in der Lage, einfallendes Licht zu bündeln sowie ihre Form und damit die Brechkraft zu verändern. Durch entsprechende Muskulatur der Linse, welche ebenfalls zur Befestigung dient, kann diese an weit entfernte Gegenstände sowie an eine kleine Schrift in der Nähe angepasst werden.

Diese elastische Fähigkeit (auch Akkomodation genannt) nimmt mit zunehmendem Alter ab, wodurch sich die Sehschärfe verschlechtert. Durch diese Alterssichtigkeit (auch Presbyopie genannt) wird oft eine Lesebrille erforderlich. Eine weitere, nicht seltene Alterserscheinung ist die Eintrübung der Augenlinse (Grauer Star). Der Graue Star (auch Katarakt genannt) erfordert einen Austausch der körpereigenen trüben Linse gegen eine klare Kunstlinse.

  • Die Netzhaut (Retina):

Die Netzhaut (auch Retina genannt) befindet sich am Augenhintergrund und besteht aus vielen Nervenzellen sowie aus sogenannten Fotorezeptoren. Das einfallende Licht wird von der Netzhaut aufgenommen und zu entsprechenden Informationen verarbeitet. Diese Informationen werden dann an den Sehnerv weitergeleitet.

  • Der Sehnerv:

Über den Sehnerv erfolgt die Weitergabe dieser Informationen zum Gehirn. Der Sehnerv besteht u.a. aus etwa einer Million Nervenfasern und führt von den Augen zum Gehirn, wo schließlich das Bild der Außenwelt erzeugt wird. Durch einen zu hohen Augeninnendruck kann der Sehnerv beim Grünen Star (Glaukom) irreversibel geschädigt werden, wodurch nicht mehr alle Informationen an das Gehirn weitergeleitet werden. Für Betroffene bedeutet dieser Informationsverlust ein Verlust des Sehvermögens.

  • Die Makula:

Die Makula (auch gelber Fleck genannt) ist die Stelle des schärfsten Sehens, da die Dichte der Fotorezeptoren und der Nervenzellen dort am höchsten ist. Die Makula lieg auf der Augenrückseite und ist der am weitesten entfernte Punkt von der Linse.

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